Trainingslager 2026 - Wald, Blüten, Bogensport
Drei Tage lang stand für die Schützen des BCM in Titisee-Neustadt alles im Zeichen des Bogensports. Neben intensivem Techniktraining auf dem Bogenplatz des Bogensportclubs Titisee-Neustadt bot der anspruchsvolle Feldbogenparcours spannende Herausforderungen für Anfänger und erfahrene Schützen.
Auch die Gemeinschaft kam nicht zu kurz: gesellige Abende und beste Stimmung machten das Trainingslager zu einem vollen Erfolg.
Das idyllische Titisee-Neustadt im Hochschwarzwald, bekannt als heilklimatischer Kurort östlich des Feldbergs, wurde für die Schützen des BCM am ersten Mai-Wochenende zum herbeigesehnten Reiseziel.
Zur Erkundung malerischer Waldlandschaften? Vielleicht.
Als Kur und Erholung von den Strapazen der vergangenen Ligasaison? Unwahrscheinlich.
Zur Besichtigung teurer Kuckucksuhren im touristischen Teil der Stadt? Mitnichten.
Nein, für unsere Magstädter begann das lang ersehnte und sportlich reizvolle Trainingslager des Vereins auf dem charmanten Bogenplatz des Bogensportclubs Titisee-Neustadt e.V., eingebettet zwischen Campingplatz und Badeparadies.
Trainingstag 1
Nach der Anreise und einem Rundgang über das gesamte Gelände wurden Sonnenschutz, Stühle und Bogenmaterial aufgebaut, die Muskulatur aufgewärmt und die ersten Passen zum Einschießen genutzt.
Gemeinsam mit Trainer Norbert Knöbel wurde der erste Tag intensiv genutzt, um technische Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, an denen über das Wochenende gezielt gearbeitet werden konnte. Die Anpassungen sollten dabei sinnvoll in den bestehenden Schussablauf integriert werden.
Die heitere Stimmung, das gute Wetter, ausreichend Hydration und die nötige Körperspannung beim Schießen machten den ersten Trainingstag bereits zu einem kleinen Highlight – insbesondere für diejenigen Schützen, die zum ersten Mal an einem Trainingslager teilnahmen.
Am Ende des Tages belohnte sich die Gruppe mit einem gemeinsamen Abendessen und ließ den Tag in geselliger Runde ausklingen.
Trainingstag 2
Der zweite Tag begann entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück und der kurzen Fahrt zum Platz. Während einige Schützen an den Zielscheiben weiter an ihrer Technik feilten, absolvierte der Rest in gemischten Gruppen aus Anfängern und erfahrenen Feldbogenschützen den umliegenden Feldbogenparcours.
Dieser umschließt nahezu das gesamte Gelände des Bogenplatzes und führt querfeldein durch Wiesen, Sträucher und Wälder. Das Ergebnis dieser abwechslungsreichen Streckenführung sind anspruchsvolle Schüsse unter wechselnden Lichtverhältnissen – teilweise sogar schikanenhaft, wenn überstehende Zweige den Pfeilflug behindern oder Baumstämme enge Passagen für die Flugbahn bilden.
Während die Pfeile der Feldbogenschützen im Wald von allerlei Hindernissen herumgeschubst wurden, bissen sich die Schützen auf den 50- und 20-Meter-Distanzen im wahrsten Sinne des Wortes die Spitzen aus den Pfeilen. Zusätzlich wurde beim Ziehen weniger gelungener Schüsse aus den Scheiben fleißig Muskelkraft aufgebaut – harte Schale, weicher (gelber) Kern.
Am Abend wurde gemeinsam die Umgebung erkundet, lokale Spirituosen verkostet und der zweite Trainingstag mit einem köstlichen Abendessen gefeiert. Mit einer nächtlichen Runde Bowling auf der Indoorbahn des Hotels bewiesen die Magstädter trotz schummeriger Lichtverhältnisse ihr Durchhaltevermögen.
Trainingstag 3
Es war mittlerweile schon Routine, als sich die Magstädter Schützen am letzten Tag des Trainingslagers erneut auf dem Bogenplatz versammelten. Entsprechend entspannt entwickelte sich der Abschlusstag. Einige wackere Schützen forderten ihr Glück und Können erneut im Feldbogenparcours heraus. Die übrigen Schützen revanchierten sich unter sengender Hitze, strahlender Sonne und umwehendem Blütenstaub an den Zielscheiben und malträtierten mit ihren Pfeilen verdienterweise das Gold der Scheiben.
Mit Kraft und Präzision bohrte sich dabei so mancher Pfeil sogar durch die Scheibe.
Auf die Frage, was jeder einzelne Schütze am Trainingslager besonders genossen habe – die Location, das Essen, das Bogenschießen, die gemeinsamen Abende oder den Parcours –, gab es unterschiedliche Antworten.
Bei der Abreise war jedoch eines klar: Alle waren sonnengebräunt, mit Blütenstaub imprägniert und mit einem breiten Grinsen im Gesicht auf dem Heimweg.























